Interview mit Bürgermeister Otto Steinkamp
Interview mit Bürgermeister Otto Steinkamp
Das Bürger-Echo hat zum Thema Philipp-Neri-Haus auch die Gemeinde Wallenhorst befragt. Die dazu schriftlich eingereichten Fragen wurden von Bürgermeister Otto Steinkamp wie folgt beantwortet:
Frage: Wie steht die Gemeinde Wallenhorst zu einem möglichen Abriss des Gebäudes?
Bürgermeister Otto Steinkamp: Die Verwaltung schätzt das Engagement der Kath. Kirchengemeinde St. Josef Hollage in den unterschiedlichsten Bereichen. Es ist gut, dass die Kirche zahlreiche öffentliche Aufgaben, wie z. B. Jugendarbeit und Seniorenbetreuung übernimmt. Wenn für eine zukunftsweisende Wahrnehmung dieser Aufgaben andere bzw. neue Gebäude notwendig sind, wird die Verwaltung dem Rat empfehlen, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Sofern der Abriss des Gebäudes nach Abwägung aller Vor- und Nachteile notwendig ist, wird die Verwaltung das Vorhaben unterstützen.
Frage: Müsste die Gemeinde It. Vertrag von 1995 das Gebäude zurückerwerben, wenn der seinerzeit festgelegte Nutzungszweck für einen Jugendtreff dort nicht mehr erfüllt werden sollte?
Bürgermeister Otto Steinkamp: Das Gebäude muss nicht zurück erworben werden. Der Rat müsste auf das vertraglich eingeräumte Vorkaufsrecht der Gemeinde Wallenhorst verzichten.
Frage: Muss es dazu einen Ratsbeschluss geben? Oder kann die Verwaltung eigenständig entscheiden?
Bürgermeister Otto Steinkamp: Da es sich hierbei nicht um ein Geschäft der laufenden Verwaltung handelt, obliegt die Entscheidung dem Rat der Gemeinde Wallenhorst.
Frage: Hat die Gemeinde Verständnis für den großen emotionalen Bezug der Bürger, die sich für den Erhalt einsetzen?
Bürgermeister Otto Steinkamp: In der Verwaltung sind bisher Briefe von Bürgern und auch von einem kirchlichen Verband eingegangen. Die Meinungen sind unterschiedlich. Es gibt Stimmen für den Erhalt, und es gibt Stimmen für einen Abriss. Jeder darf seine Meinung haben. Entscheiden müssen letztlich die demokratisch gewählten Gremien.
Frage: Was ist, wenn das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wird?
Bürgermeister Otto Steinkamp: Dann würden für die weitere Nutzung die Regelungen des Denkmalschutzes greifen. Damit würden zukünftige Veränderungen an dem Gebäude und in der Umgebung des Gebäudes erheblich erschwert. (H.)
(Quelle: BürgerEcho v. 28.02.2018)