
Der Countdown läuft!
Im zweiten Quartal 2022 wird das neu gebaute Philipp-Neri-Haus der katholischen Kirchengemeinde St. Josef eingeweiht. Dazu unseren Glückwunsch. Damit wird das vormalige Jugendheim und ehemalige «Alte Hollager Rathaus» wieder frei. Es geht aufgrund vertraglicher Vereinbarung zurück in das Eigentum der Gemeinde Wallenhorst.
Spätestens jetzt stellt sich die Frage, was damit passieren soll.
Die Initiative für den Erhalt des ARH hat in den vergangenen Jahren konkrete Vorstellungen entwickelt. In den letzten Wochen ist sie damit auf die Fraktionen im Wallenhorster Rat zugegangen, um ihre Vorstellungen und Ideen dort zu kommunizieren.
Die Grundgedanken sind folgende:
Die Wallenhorster Verwaltung verzichtet auf eine Veräußerung des Grundstücks samt Gebäude. Sie bringt beides in eine neu von ihr zu gründende gemeinnützige Stiftung «Forum Altes Rathaus» als Stiftungskapital ein. Andere Gemeinden haben ähnliche Einrichtungen und nennen diese
«Dorfgemeinschaftshaus».
Damit würde die Gemeinde Wallenhorst in Hollage einen ersten Schritt zur öffentlichen sozio-kulturellen Nutzung eines Gebäudes mitten im Zentrum gehen. Schließlich weist auch die aktuelle Studie der Bremer BauBeCon auf deutliche Defizite dieses Bereichs in Hollage hin. Es fehlen Begegnungsstätten für Jung und Alt.
Da es sich um eine Weiternutzung des Gebäudes und nicht um eine Nutzungsänderung handeln würde, wären auch die immensen Kosten, die bisher für eine energetische Ertüchtigung des Hauses auf den neuesten Stand immer und überall genannt wurden, vom Tisch.
Natürlich braucht auch ein überwiegend ehrenamtlich geführtes “Dorfgemeinschaftshaus” in der Rechtsform einer gemeinnützigen Stiftung „flüssige Mittel“. Auch wenn man mache Kosten optimieren kann, werden sie für die Beheizung und Bewirtschaftung in nennenswertem Umfang auch zukünftig anfallen.
Auch dazu hat sich die Initiative ihre Gedanken gemacht. Zur Deckung laufender Kosten könnten von den etwa 800 qm Nutzflache ca. 500 qm – einschließlich der vorhandenen Wohnung – kostendeckend vermietet werden. Was spricht z.B. gegen, eine ökumenische Bücherei, eine Sozialstation, eine Archivgruppe oder ein Repair-Café zentral im “Forum Altes Rathaus” zu beherbergen. Vieles mehr ist denkbar, Kreativität kennt keine Grenzen und es bleibt genug Raum für Begegnungen aller Art. Möglicherweise könnten auch die im Gutachten der BauBeCon erwähnten öffentlichen Mittel für die Ortskernsanierung Verwendung finden.
Bei ihren Gesprächen in den politischen Fraktionen traf die Initiative überwiegend auf offene Ohren interessierter Entscheider und in der Regel auch auf konstruktive Fragestellungen. Nur wenn man die Fakten kennt und Fragen beantwortet werden, kann man sich seine Meinung bilden.
Es ist ein beruhigender Gedanke.
Initiative ARH