
Gasthaus Strößner ist Geschichte
Veränderungen in der Ortsmitte von Hollage
Das ehemalige Gasthaus Strößner ist Geschichte. Damit ist ein markantes, geschichtsträchtiges und historisches Gebäude endgültig aus dem Ortsbild verschwunden. Viele Hollager Bürgerinnen und Bürger empfinden sicherlich ein wenig Wehmut, haben sie doch so manche schöne Stunde in dem Lokal und dem Saal verbracht. Auch ist mehreren Vereinen ihr Stammlokal verloren gegangen und ein Schützenfest im Ortszentrum wird es kaum mehr geben. Doch der Wandel in der Gastronomie ist auch an Hollage nicht vorüber gegangen. Begrüßenswert ist es, dass nunmehr ein langjähriger Stillstand beendet ist und die Neubaumaßnahme „Schützenwiese“ begonnen hat. Es werden über 30 Wohnungen entstehen, die zur Entlastung des Wohnungsmarktes beitragen. Es ist mangels weiterer Flächen wohl für lange Zeit die letzte Großbaustelle im Zentrum von Hollage. Wir hoffen auf eine zügige Baudurchführung, sodass entsprechend den Planungen des Investors schon im Jahr 2023 die ehemalige Schützenwiese wohnlich genutzt werden kann.
Dieser neue Gebäudekomplex auf dem Gelände des alten Gasthauses Strößner wird das Ortsbild von Hollage nachhaltig verändern. Umso wichtiger ist es, das das Alte Rathaus als ortsprägendes Gebäude und der große Vorplatz in seiner jetzigen Form unbedingt erhalten bleiben. Alles sollte in das große Konzept der wichtigen anstehenden Dorferneuerung, eingebunden werden.

Beeindruckend schnell zeigt sich der Baufortschritt bei einer weiteren Baustelle in der Ortsmitte. Der auch mit Mitteln der politischen Gemeinde geförderte Neubau eines Pfarrheimes, des neuen Philipp-Neri-Hauses auf dem Grundstück der Kirchengemeinde St. Josef Hollage, ist bereits rohbaufertig erstellt. Die Verlagerung des Pfarrheimes auf das Kirchengrundstück führt bekanntlich dazu, dass das derzeitige Philipp-Neri-Haus und vormalige Rathaus etwa Mitte nächsten Jahres an die Gemeinde Wallenhorst zurückgegeben wird. Hier ist zu wünschen, dass dieses Gebäude im Eigentum der Gemeinde verbleibt und weiterhin für öffentliche Zwecke genutzt werden kann. Vorschläge dazu wurden dem Bürgermeister unterbreitet und in den Medien veröffentlicht. Das ehemalige Rathaus weist eine solide Bausubstanz auf und ist keineswegs abbruchreif. Architektonisch passt es vorzüglich zum benachbarten Grundschulgebäude, das etwa zur gleichen Zeit errichtet wurde und dessen Erhalt wohl niemand in Frage stellt. Über die Zukunft der Liegenschaft wird der am 12. September d. J. zu wählende Gemeinderat recht bald zu entscheiden haben. Das alte Rathaus muss zum Vorteil aller Bürgerinnen und Bürger in gemeindlicher Hand verbleiben und dem Wohle aller dienen. MB.